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Geschichte

Die DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus e.V. im Wandel der Zeit

Die Kriegswirren und die gesellschaftliche Umbruchsituation im 19. Jahrhundert veränderten das Verständnis und die Struktur der Krankenpflege in Deutschland entscheidend. In dieser Zeit wurde auch die DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus e.V. gegründet und gehört heute zu einer der ältesten DRK-Schwesternschaften in Deutschland. Seit nunmehr über 135 Jahren geht es uns um nichts anderes als die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in unserem Wirkungskreis. Auch heute noch arbeiten die meisten Mitglieder im DRK-Krankenhaus Clementinenhaus. Über Gestellungsverträge sind einige Mitglieder in anderen Institutionen des Gesundheitswesens im Raum Hannover tätig, aber auch im Verband der Schwesternschaften und an der Werner-Schule vom DRK in Göttingen.

Bis heute hat sich die DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus e.V. von einer traditionellen Schwesternschaft mit Mutterhausgedanken hin zu einem modernen Berufsverband entwickelt, der die Interessen von derzeit über 400 Mitgliedern und Mitarbeiter/innen fördert und diese in berufspolitischer Hinsicht engagiert vertritt.
 

Die Bildungseinrichtung wechselt im Laufe der Jahre dreimal ihren Standort:

1875

84_content_1532296801_olgafreiinvonlu776tzerode_205.pngOlga Freiin von Lützerode (1836 - 1917) gründete aufgrund eines akuten Mangels an geschulten Pflegenden die „Krankenpflegerinnen-Anstalt zu Hannover“ aus ihren eigenen Mitteln.

 Sie gab dieser Anstalt den Namen Clementinenhaus – abgeleitet von clementia dei, die Gnade Gottes. „Gott zu ehren, Krankheit zu wehren, Schwestern zu lehren, Segen zu mehren“ – dieser Leitspruch beschreibt die Ziele der Gründerin des heutigen Clementinenhauses, der Schwesternschaft ebenso wie des Krankenhauses. Auch heute noch setzen wir in unserer Krankenpflegeschule die Ideen unserer Gründerin mit viel Engagement um.

Es werden Krankenpflegerinnen ausgebildet, die sowohl in der Pflege im eigenen Haus, zunächst in der Eichstraße, dann in der Blumenstraße, eingesetzt werden – aber auch im der „Außenpflege“, u. a. in Celle, Göttingen, Dresden, Ilten und Brake.

1876

84_content_1532296801_geschichte1876_206.jpgDie Schwesternschaft wird „dem Rothen Kreuz“ unterstellt.

 

 

 

 

1882

Die „Krankenpflegerinnen-Anstalt zu Hannover“ wird von der Schwesternschaft in Form einer „milden Stiftung“ fortgeführt.

1884

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Grundstückerwerb zum Bau eines eigenen Krankenhauses

 

 

 


 

1887

Bezug des eigenen Mutterhauses und des Krankenhauses Clementinenhaus

1898

Errichtung eines Altenheimes für Schwestern – „zu diesem Zwecke hochherzigerweise vom Magistrat der Stadt Hannover dem Clementinenhaus geschenkt“.
    
Kaiserin Auguste Victoria verleiht durch ihre Anwesenheit der Einweihung des Altenheimes „ein besonderes festliches Gepräge“.

1900

Der Schwesternschaft gehören 130 Schwestern an, die in 69 Arbeitsfeldern, darunter 28 Krankenhäuser und 25 Gemeindestationen, tätig sind.

Die Straße „Am Clementinenhaus“ wird umbenannt in „Lützerodestraße“ – nach der Gründerin des Krankenhauses.

1907

Beitritt zur Invaliden-Versicherung, nachdem Olga von Lützerode längst einen Pensionsfonds für arbeitsunfähige Schwestern, zum Teil aus ihrem Privatvermögen, gebildet hatte.

1926

Erweiterung des Altenheimes

1939

Um die Ausbildungsmöglichkeiten für Schwesternschülerinnen zu erweitern, werden in den Außenstationen Peine und Universitätsklinikum Göttingen Krankenpflegeschulen errichtet. In Stolzenau wird eine Teilkrankenpflegeschule gebaut.

1939-1945

Einsatz von Schwestern im Wehrmachts-Sanitätsdienst, in Lazarettzügen sowie in Heimatlazaretten. Im Frühjahr 1945 wird das Krankenhaus Clementinenhaus nahezu total zerstört. Noch im selben Jahr wird mit dem Wiederaufbau begonnen. Alle während des Krieges in Gefangenschaft geratenen Schwestern kehren gesund zurück.

1948

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Wiederbegründung der Schwesternschaft als eingetragener Verein
unter dem Namen „Deutsches Rotes Kreuz Schwesternschaft Clementinenhaus e.V.“ Der planmäßige Wiederaufbau des Krankenhauses beginnt.

 

 


 

1951

Bis dato war die Schwesternschaft alleiniger Träger des Krankenhauses, nun wird dieses von einer Stiftung geführt.

1961/1969-1972

84_content_1532296801_geschichte1961-1972_209.jpgErweiterung und Erneuerung des Altenheims, Bau eines neuen Krankenhausflügels.

 

 

 

 

1986

Sabine Schipplick übernimmt das Amt der Oberin.

1996

Oberin Sabine Schipplick wird zur Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V. gewählt

1997

Verschmelzung der DRK-Schwesternschaften Clementinenhaus e.V. und Grenzmark e.V.

2000

125-jähriges Jubiläum der DRK-Schwesternschaft und des DRK-Krankenhauses Clementinenhaus

2006

84_content_1532296801_geschichte2006_210.jpgGrundsteinlegung für die Generalsanierung des Krankenhauses

 

 

 

 

 

2011

Zertifizierung der Schwesternschaft in allen Arbeitsbereichen nach ISO 9001:2008
 

2012

84_content_1532296801_geschichte2012krankenhaussanierung_211.jpgAbschluss der Krankenhaussanierung und offizielle Einweihung der Erweiterungsbauten durch die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan.

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2013

Oberin Sabine Schipplick geht in den Ruhestand und übergibt Manuela Krüger ihr Amt.

Im September 2013 erfolgreiche Rezertifizierung aller Arbeitsbereiche der Schwesternschaft nach ISO 9001.

      84_content_1532296801_amtsuebergabe2013_436.jpg

 
 

2014

Nach 14 Monaten Bauzeit offizielle Einweihung des Geriatrie-Anbaus durch die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt am 8. Juli.
 

Ende Juli wählen die Mitglieder Oberin Manuela Krüger
mit über 80 Prozent der Stimmen zur Vorsitzenden der
Schwesternschaft und bestätigen sie damit offiziell in ihrem Amt.

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